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Frederik Fischer
LinkedIn Top Voice Social Impact / Gründer und Geschäftsführer von Neulandia (KoDorf & Summer of Pioneers) / Kleinstadtentwickler/ #ruralinnovation
Frederik Fischer is the founder and CEO of Neulandia, a creative agency focused on developing new ways of living and working in rural areas.13 He is known for two main projects:
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KoDorf: A community-oriented housing concept consisting of small houses and shared spaces, including coworking areas, communal kitchens, and event spaces.1
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Summer of Pioneers: A program that offers 20 creative urban professionals the opportunity to live in rural areas for six months, providing them with furnished apartments and coworking spaces in exchange for volunteer work benefiting the host city.12
Fischer has a background in media and economics, having studied in various cities including Hannover, Aarhus, Amsterdam, London, and Washington.1 Before founding Neulandia in May 2018, he held several positions in media and journalism, including:
- Board member of Vocer, a non-profit think tank for digital transformation of media and journalism (2014-2021)3
- Founding editor-in-chief of piqd GmbH (2015-2019)3
- Founding editor and head of audience engagement at Krautreporter (2014-2015)3
Fischer is also recognized as a LinkedIn Top Voice for Social Impact and describes himself as a small-town developer focused on rural innovation.3 His work with Neulandia aims to address the growing trend of "urban exodus" by connecting creative and digital workers with forward-thinking rural communities to revitalize town centers and create community-oriented living spaces.1
Highlights
Die gewohnte Leichtigkeit wollte sich dieses Jahr beim Überland Festival nicht einstellen. Kein Wunder bei den Wahlergebnissen. Umso beeindruckender: Die vielen Engagierten in Görlitzer Wohnprojekten.
Das Überland Festival gehörte trotz gedrückter Stimmung wieder zu den lohnendsten Veranstaltungen des Jahres. Inzwischen ist das Festival auch weit mehr als ein Fachaustausch. Für uns ist es inzwischen Familientradition und Klassentreffen (wie früher die #republica). Schon zum dritten Mal waren wir mit unserer Tochter dabei, die sich aufgrund der zahlreichen Angebote für Kinder keine Minute langweilte.
Dem Team des Thünen Institute gelingt es jedes Jahr eine utopisches Dorf zu simulieren. So könnte das solidarische Miteinander aussehen: Alle engagieren sich, jede/r trägt nach den eigenen Möglichkeiten etwas bei und alle gehen reicher als sie gekommen sind. Eine gelingende Gemeinschaft ist eben mehr als die Summe ihrer Teile.
Highlight am Samstag war für mich das Panel mit Dirk Neubauer, Thomas Zenker (Bürgermeister Zittau) und Kathrin Uhlmann (Bürgermeisterin Niesky). Die drei Kommunalpolitiker:innen haben Einblicke in ihre Arbeit geliefert, die auch schon vor der Wahl am Sonntag enorm herausfordernd war und nach der Wahl noch anstrengender wird.
Hängengeblieben sind vor allem drei Aussagen von Dirk Neubauer 1.) Die Zukunft der Demokratie ist kommunal. Wir müssten das System vom Kopf auf die Füße stellen. Kommunen first. 2.) Wir haben den Menschen in den vergangenen Jahren zu reinen Konsumenten demokratischer Errungenschaften gemacht. Es ist aber klar, dass insbesondere angesichts der bevorstehenden Herausforderungen Demokratie nur bestehen und gedeihen kann, wenn sich Bürger:innen auch jenseits von Wahlen einbringen. 3.) Selbstwirksamkeit ist der Hebel mit denen wir die Menschen wieder für Demokratie begeistern können.
Von der Kraft der Selbstwirksamkeit durften wir uns dann am Sonntag selbst überzeugen. Diverse Wohnprojekte öffneten ihre Pforten und zeigten ein Görlitz, dass trotz bester Wahlergebnisse für die AfD erstaunlich progressiv wirkt.
Viele der Bewohner engagieren sich vor Ort ehrenamtlich für ein weltoffenes Görlitz. Und die Stadtverwaltung wiederum hat erkannt, wie wichtig solche Wohnprojekte sind und fördert diese im Rahmen des Programms "Baulust". Wer sich dafür interessiert in Görlitz ein Wohnprojekt zu starten, erhält von den Expert:innen der Dezentrale vielfältige Unterstützung - von Baugutachten bis Finanzierungsberatung.
Klar ist aber auch: In den kommenden Jahren wird es für Wohnprojekte und zivilgesellschaftliche Akteure eher schwerer als leichter. Ich bin daher gerne dem Ruf des Thünen Institute gefolgt und habe mich am Crowdfunding für die nächste Kohorte Neuland-Gewinner beteiligt. Das lohnt sich übrigens alleine schon für die tollen Prämien. Schaut mal vorbei. Link in den Kommentaren.
Neulandia Jonas Harant Roman Grabolle Eleonore Harmel #ruralinnovation #socialinnovation
Vor einer Woche startete in Dessau-Roßlau das Stadtlabor. DS dreijährige Forschungsprogramm soll Wege aufzeigen, wie die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung verbessert werden kann.
Die Kooperation zwischen dem Umweltbundesamt Leibniz Institute of Ecological Urban and Regional Development (IOER) und ISIconsult UG hat zum Auftakt die engagierte Zivilgesellschaft Dessau-Rosslaus geladen. Trotz hohen Temperaturen und einem mutig gewählten Freitagnachmittag war der Raum fast voll.
Besonders spannend fand ich den Austausch in Kleingruppen. Eine ältere Bürgerin berichtete von dem Verlust von Begegnungsorten in dem Vorort, in dem sie lebt. Während der DDR gab es dort ein Restaurant, ein Gemeindehaus, einen "Konsum", etc. Heute ist nichts mehr davon übrig.
Dem Bauhaus in Dessau lag die Überzeugung zugrunde, dass Gesellschaft gestaltbar ist. Nach dem Krieg hat man dieses Ansinnen gleichgesetzt mit Kahlschlag-Gigantomanen wie Corbusier oder den Großwohnsiedlungen der Nachkriegszeit. Zum Glück ist man von diesen Ansätzen abgerückt.
In meiner Wahrnehmung sind wir aber zwischenzeitlich in das andere Extrem gekippt. Viel zu viele Akteure der Stadtgesellschaft (Investoren und Bürger ebenso wie die Verwaltung) scheinen sich nicht zuständig zu fühlen für eine lebendige Gemeinschaft oder nicht pber die notwendigen Ressourcen zu verfügen.
Die Folgen werden wir auch in den Wahlergebnissen ausgedrückt sehen am Wochenende. Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist demokratierelevant und in einer Zeit von Hass und Hetze im Netz, ist es umso wichtiger die Aufmerksamkeit wieder aus diesen digitalen Räumen zu holen.
Gemeinwohlorientierte Begegnungsorte wie Bibliotheken, Gemeindehäuser, Coworking Spaces, aber auch niedrigschwellige Gastronomie gehören in diesem Sinne zur kritischen Infrastruktur unserer Demokratie.
Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe und eine große noch dazu. Aber wir sehen in unserer Arbeit auch, dass Fortschritte hier schnell möglich sind und die Zusammenarbeit dazu noch eine Menge Spaß machen kann.
Die Begrüßungsworte von Umweltministerin Steffi Lemke motivierten zusätzlich. Die gebürtige Dessauerin berichtete von ihrem Engagement in Bürgerinitiativen noch während der DDR. Auch unter diesen widrigen Bedingungen ist es gelungen, die Stadt mitzugestalten. Die Wirkungen dieses Engagements prägen Dessau bis heute.
Wir freuen uns mit dem #SummerOfPioneers und in Zusammenarbeit mit Kathrin Hinze dieses wichtige Vorhaben begleiten und unterstützen zu dürfen.
