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Luc Estapé

Empowering people and organizations

Luc Estapé is the CEO of ADES, where he specializes in turnaround strategies and the professionalization of services. He has a background as a management generalist and is experienced in strategy development and fundraising. His leadership at ADES focuses on enhancing operational efficiency and addressing challenges in production and sales within the company.1

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Aug 11 · linkedin

Gedanken nach dem Aareschwimmen

Gestern durfte ich mit meiner Frau, einem unserer Söhne sowie dessen Freundin in der Aare schwimmen gehen (naja, aktiv geschwommen sind wir nicht so arg viel 😂).

Das hat einige Gedanken ausgelöst zu Verschmutzung und Beseitigung derselben. In den 60er Jahren konnte man in den wenigsten Schweizer Gewässern baden, ohne ernsthafte gesundheitliche Risiken einzugehen. Nach einer Volksinitiative wurde hier die Wende eingeläutet: seither sind 97% der CH Haushalte an eine Kläranlage angeschlossen und auch die Industrie hat erhebliche Auflagen auf sich genommen, um dem Problem Herr/Dame zu werden.

Das hat ein Vermögen gekostet (50 Mia CHF, gemäss https://lnkd.in/eBRw83AC). Getragen vom Bund, Kantonen und Gemeinden (also der Öffentlichkeit) sowie von Unternehmen. Dass das sinnvoll, notwendig und wirkungsvoll gewesen sei, wird wohl niemand bestreiten.

Sind wir nicht auch heute mit der CO2-Belastung (und andern dem Klima abträglichen Ausstoss) in exakt derselben Situation? Ist ja eigentlich egal, ob menschengemacht oder nicht: die Konsequenzen der klimatischen Veränderungen gefährden hier und überall weltweit Milliarden von Menschenleben. Trotzdem wehrt sich ein nicht unbeträchtlicher Teil der Akteur:innen gegen die Kostenverantwortung. Ich verstehe das intellektuell nicht: wir wissen, dass wir untergehen werden, aber keine:r will der:die erste sein, der:die etwas dagegen unternimmt. NIMBY vom feinsten. Selbst Umweltorganisationen finden aktuell offenbar, dass wir lieber nichts oder wenig tun, als an allen Fronten dafür zu sorgen, dass a) der Ausstoss zurück geht und b) die historische Überbelastung aus der Atmosphäre entfernt wird. Es braucht Unternehmen, die Lösungen finden (ja, das könnten auch gewinnorientierte Lösungen sein), es braucht Menschen, die weniger ausstossen, es braucht Unternehmen, die ihren eigenen Austoss dort verhindern, wo es möglich ist und um so viel wie möglich zu reduzieren. Es braucht genauso Projekte, die dort Schaden abwenden, wo es ökonomisch sinnvoll(er) ist, und dort, wo es teuer und schwierig ist.

ADES reduziert zum Beispiel seit Jahren sehr erfolgreich den kochbedingten Ausstoss von CO2, lässt das so objektiv, wie es geht, überprüfen und ermöglicht damit Privaten und Unternehmen, den Teil des eigenen Ausstosses, den sie weder verhindern noch reduzieren können, zu kompensieren. Weshalb tun wir uns so schwer damit? Geht doch mal in einem Schweizer Gewässer baden und reflektiert dabei, wie es dazu kommen konnte, dass wir als Gemeinschaft den massiven Wandel gemeistert haben!

Jul 12 · linkedin

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